Universität, Mertonviertel und Riedberg

Die großen Um­strukturierungen und das Bauen gingen und gehen weiter. Am 2. November 1980 begannen die Bauarbeiten für die Universität am Niederurseler Hang und am 20. September 1971 konnte das erste Richtfest gefeiert werden. Zwei Jahre später, am September 1973, wurde der erste Bauabschnitt bestehend aus Institutsgebäuden, Bedarfsheizwerk und Werkstätten von dem Chemischen Institut bezogen. Inzwischen sind zahlreiche neue Bauten hinzugekommen.

Am 31. März 1982 schloss das sog. Kupferwerk, das Stammwerk der Vereinigten Deutschen Metallwerke AG (VDM) mit einem großen Flächenantei! im Osten der Gemarkung Niederursels für immer seine Tore. Das traditionsreiche Werk musste wegen defizitärer Geschäftsentwicklung seine Produktion einstellen. 1983 wurden die Fabrikanlagen abgebrochen und 1984 begann der Neubau des Wirtschafts- und Siedlungsgebietes Mertonviertel, wobei der Name erst seit 1993 offiziell verwendet wird.

Auch der Kern von Niederursel wandelte sich. So entstand im Bereich des ehemaligen Taunushofes eine konzentrierte Wohn- und Geschäftsbebauung, vor allem aber wurde im Mai 1994 die Nordweststraße als Umgehungs­straße für Niederursel eingeweiht.

Vom 25. August bis 1. Septem­ber 1994 feierte Niederusel mit Frankfurt die 1200-Jahr-Feier der Stadt.

Aber auch die Sozialstruktur änderte sich. Die „alten Niederurseler“ wurden weniger. Neue Bürger und Waldorfeinrichtungen zogen nach Niederursel. Es entstand die Bildungsstätte „Der Hof“ der inzwischen zu einer Institution geworden ist.

Und erst in den jüngsten Jahren begann die Bebauung des Riedbergs wiederum zum großen Teil auf Niederurseler Gemarkung: Ein weiterer Frankfurter Stadtteil für insgesamt 20.000 Einwohner.

Aus dem kleinen Dorf von 1910 mit rund 1000 Einwohnern sind Stadtteile mit inzwischen weit mehr als 50.000 Einwohnern geworden. Für den Dorfkern Niederursel ergeben sich dabei aufgrund seiner historischen Fachwerkbauten, dem identitäts­stiftenden Ortsbild und seiner außergewöhnlichen Entwicklungsgeschichte große Chancen für eine erfolgreiche Zukunft.

Das erste Institutsgebäude am Riedberg WU